Schützt das Darknet

Darknet

von Maria Romanska Darknet: Handelsplatz für illegale Rauschmittel, Waffen und Kinderpornographie. Ist das wirklich so? Wussten Sie, dass für viele Länder einzig im Darknet Meinungsfreiheit herrscht? Ja, das Darknet ist nicht nur eine Spielwiese für Kriminelle und Perverse. In Diktaturen ist es der einzige Weg, kritische Meinungen zu vertreten, zu verbreiten und aus dem Land zu schaffen. Auf diese Weise bekommen Exil-Medien von Kontakten vor Ort Material, das die Diktatur im streng überwachten Internet sofort abfangen würde – ganz von den Konsequenzen für den Informanten zu schweigen. Das Darknet als sicherer Hafen für Informanten Um Informanten vor Ort zu schützen, nutzen Journalisten das Tor-Netzwerk. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes, das Tor zum Darknet. Die Nachfrage wird immer größer, denn die Meinungsfreiheit

Welttag der Internetzensur

Internetzensur

Die Reporter ohne Grenzen (ROG) haben den 12. März zum WELTTAG DER INTERNETZENSUR erklärt. In diesem Jahr entsperrt ROG zensierte Webseiten aus China, Malaysia, Saudi-Arabien, der Türkei und Vietnam. Zu Beginn des Internets war das World Wide Web ein Ort der freien Meinungsäußerung. Jede Stimme wurde gehört, ungefiltert, unzensiert, international. Das WWW verband die Menschen weltweit. Doch im Rahmen der Sicherheit begannen irgendwann viele Länder, einzelne Webseiten und Inhalte zu sperren. Auch Deutschland. Alles zum Schutz der Bürger und ihrer Freiheit. Betroffen davon sind vor allem kritische Nachrichtenmedien und unabhängige Informationsquellen. Mit der Aktion GRENZENLOSES INTERNET protestiert ROG gegen die internationale Internetzensur, die in vielen Staaten extreme Ausmaße annimmt. Zu den entsperrten Webseiten gehören sechs Nachrichten- oder Menschenrechtsportale. Ihre Inhalte stehen im

Rettet das Internet!

Hossein Derakhshan

Der iranisch-kanadische Autor und Blogger Hossein Derakhshan veröffentlichte einen beeindruckenden Artikel mit dem Namen "The Web We Have to Save" auf der Webseite www.medium.com. Er saß sechs Jahre in Haft und wundert sich nun, endlich wieder in Freiheit, dass das Internet ein anderes ist. Seine Gedanken, Befürchtungen und Wünsche äußert er in einem Blogbeintrag, der das WORLD WIDE WEB vielleicht wach rüttelt. "Blogs were gold and bloggers were rock stars back in 2008 when I was arrested." (Zitat: Hossein Derakhshan) Originaltext auf www.medium.com Deutsche Version auf t3n

Im Exil: Whistleblower Snowden

Am 31. Juli 2014 endet vorerst das Asyl von Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden in Russland. Es wird höchst wahrscheinlich verlängert. Trotzdem: Was wird aus dem Whistleblower, der uns mit so beunruhigenden Informationen versorgte?   Die Meldung macht die Runde: Bundesjustizminister Heiko Maas richtet sein Wort an Edward Snowden. Er rät ihm, sich den Behörden der USA auszuliefern. Er sei ein junger Mann und wolle sicher nicht, sein Leben lang ein Gejagter sein. Dass Menschen aber andere Ideale verfolgen, als ein Leben mit einer Lüge, scheint dem Herrn Bundesjustizminister nicht in den Sinn gekommen. Vernunft ja, aber zu welchem Preis?  Quelle Foto: Wikipedia Reporter ohne Grenzen für Snowden Edward Snowden war es, der 2013 Tausende Dokumente kopierte und die Öffentlichkeit darüber informierte, dass ganz normale Bürger von

MH17: Flugzeugabsturz in der Ostukraine

„.. Den Leuten ist jede Menge Müll in den Garten gefallen.“ Diese Worte stammen aus einem Telefonat eines Separatistenführers mit dem russischen Militär, als am 17. Juli 2014 zwischen Donezk und Luhansk das Flugzeug MH17 der Malaysia Airline abstürzt. 298 Menschen sterben noch bevor sich die Überreste des Flugzeuges in den Gärten, auf den Straßen und den Sonnenblumenfeldern der Ukrainer verteilen. Ein Gebiet von 35 Quadratkilometer beherbergt nun die Zeitzeugnisse dieses schrecklichen Ereignisses. Aktuell wurde bekannt, dass die Niederlande nun einen bewaffneten Militäreinsatz zur Sicherung der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine nicht mehr ausschließt. Eine Reaktion, die verständlich ist, denn das Verhalten und der Umgang mit den Ereignissen sind schändlich. Jeder weißt die schuld von sich. Kremlchef Wladimir Putin

Prostitution

Freudenmädchen Huren. Nutten. Frauen und Männer, die auf den Strich gehen und käufliche Liebe anbieten. Sex. Bereits in der Antike gab es Prostituierte, damals auch schon Frauen UND Männer. Sie waren beinah alltäglich, aber nur dem Manne erlaubt – egal welches Geschlecht er bevorzugte. Die Antike unterschied damals bereits zwischen zwei Arten: der Porna, die Hure, und der Hetäre, die Gesellin. Der Unterschied lag schlicht in der Bildung. So waren die Hätären oft in Kunst, Kultur, Literatur und Philosophie unterrichtet und daher gesellschaftlich anerkannt. Sie leisteten mehr als nur Sex und erhielten für ihre Dienste teilweise horrende Summen. Das war im Altertum, vor circa 3000 Jahren, ganz anders. Hier war Sex ein Geschenk an die Göttlichkeit. Die Dienste der sogenannten

WAHLBETEILIGUNG

Die 18. Bundestagwahl steht an. 30 Parteien stellen sich, 2705 Politiker kandidieren. Doch Deutschland steckt in einer Wahlkrise. Immer weniger Menschen haben ein Interesse daran, ihre Stimme abzugeben. In unserem Land leben aktuell über 80,5 Millionen Menschen (Stand: 31.12.2012 / Statistisches Bundesamt). Im Wahljahr 2009 waren 76 Prozent aller Deutschen wahlberechtigt. 22 Prozent davon sind nicht an die Wahlurne getreten. Der häufigste Grund (33 Prozent) ist der Groll auf Politiker und ihre Parteien. Sie gaben an, dass jede Menge versprochen, aber nicht gehalten wird. Warum soll man also überhaupt eine Partei und ihr Versprechen in Form eines hübsch formulierten Wahlprogramms wählen? Das Vertrauen in die Arbeit der Politiker hängt am seidenen Faden. Auf Wahllügen hat keiner mehr Lust, nur auf Veränderung.

ME ist nicht WE

Vielleicht klingt es naiv und idealistisch, aber ist der Mensch nicht dazu bestimmt, nicht nur auf sich selbst zu blicken? Der griechische Philosoph HERAKLIT sagte einstmals: „...aus Allem Eins und aus Einem Alles“ Diese Worte stammen aus seiner Lehre von der Einheit aller Dinge. Ihm ging es um die stetige Entwicklung des Menschen und der Welt, deren Wandel er unterworfen ist, ihn aber auch mit gestaltet. Für HERAKLIT war der Mensch Teil eines Ganzen, für viele Philosophen seiner Zeit sogar das höchste Wesen im Universum, ein schöpferisches Leben. Ob er tatsächlich das höchste Wesen in den uns bekannten und nicht bekannten Spähren ist, sei dahin gestellt, aber hier auf der Erde hat er Dinge geschaffen und entstehen lassen – und

Sorge um die Welt

Wenn man einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung Glauben schenkt, dann machen sich etwas mehr als vierzig Prozent der Jugendlichen in Deutschland große Sorgen um die Zukunft unseres Planeten. Dabei stehen unter anderem Themen wie Armut, Klima, Massenvernichtungswaffen, Krieg, die Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten und Lebensmittel im Vordergrund. Das könnte den einen oder anderen überraschen. Nur zu oft begegnet man einer Horde grölender, modisch gestylter Jung-Menschen, die mit coolen Sprüchen und albernen Aktionen ihr Umfeld provozieren wollen. Mehr nicht. Man meint, sie tun dies aus Langeweile, Gruppenzwang, jugendlichem Wahnsinn. Vielleicht tun sie’s auch aus Frust darüber, dass die Erwachsenen ihnen nicht besonders viel zu bieten haben und noch weniger hinterlassen werden. Man könnte also ihr pöbelndes Verhalten als eine Art