Hannover

Erinnern wir uns nicht gern an alte Zeiten und ihre Gültigkeiten? Damals war alles viel besser? Na dann auf nach Hannover, denn hier haben unvergängliche Werte wie Ruhe, Gelassenheit und Selbstwert noch Bestand. Hannover muss nicht mit Anderen mithalten, es kennt seinen Wert. Wer diesen zu schätzen weiß, entdeckt eine Stadt, die Charme und Charisma besitzt.

Xovilichter

FAKTEN:

Fläche: 204,14 km²
Einwohner: 509.485 (Stand: 31.12.2011)
Stadtbild: 13 Stadtbezirke, 51 Stadtteile
Gewässer: 724 ha
Verkehrsnetz: 702,8 km
Hauptfluss: Leine 281 km
Höchstes Gebäude: Ihme-Zentrum 92m
Besonderheit: Stadtwald Eilenriede, 650 ha

Stadt der Mitte durch Kontraste

Im Mittelalter entstand auf einer hoch gelegenen Terrasse am Fluss Leine eine kleine dörfliche Siedlung. Diese Lage ist wohl der Urheber des Namens jener späteren Stadt, denn Honovere bedeutet hohes Ufer. Hier lebten zunächst Fährleute und Flussfischer. Im 14. Jahrhundert wurde um die zu einer Stadt herangewachsenen Siedlung eine Mauer errichtet. Drei Tore ermöglichten den Zugang zu Hannover: das Leintor, das Ägidientor und das Steintor. Inzwischen fluten von allen Seiten Besucher in die Stadt und freuen sich über eine nostalgische Gastfreundlichkeit. DIE ZEIT betitelte einmal in einem Online-Beitrag Hannover als Stadt der Mitte. Diesem wird sie durchaus gerecht. Denn sie schafft es, durch Gegensätze jedem und allem gerecht zu werden. In Hannover erwartet Besucher die grüne Oase Eilenriede, Europas größter Stadtwald, aber auch die weltweit größte Messe für Informatik, die CEBIT.

Eine Halle wird zum Messezentrum

Seit 1986 findet jedes Jahr im Frühling die CEBIT in Hannover statt. Ursprünglich trug diesen Namen nur die Halle 1 auf dem Gelände der Hannover Messe. Das „Centrum der Büro- und Informationstechnik“ errichtete 1969/70 der Architekt Ernst Friedrich Brockmann. Für ihre riesige Erscheinung ging sie als „weltgrößte Messehalle“ 1984 ins Guinnessbuch der Rekorde ein. 1986 verwandelte sich die Halle in eine eigenständige Messe, die CEBIT. Hier präsentierten sich große Entwicklungen der Informationstechnik.

1995 führte zum Beispiel Bill Gates sein Windows 95 vor oder kündigte 1999 AOL eine Internet-Flatrate für Deutschland an. Im gleichen Jahr tauchten übrigens die ersten MP3-Player auf. 2001 erzielte die Messe ihren ersten Besucherrekord, während 2002 viele Firmen und Besucher wegen der Terroranschläge vom 11. September 2011 ausblieben. 2008 war erstmals die Halle 1 nicht mehr Teil der CEBIT. Sie blieb geschlossen. Zwei Jahre später eröffnete er erste weibliche Bundeskanzler Deutschlands, Angela Merkel, die Messetage der CEBIT. Seit Jahren sinken zwar die Besucherzahlen hin und wieder, aber die CEBIT gehört nach wie vor zu den erfolgreichsten Messen weltweit.

Eilenriede: Ein Wald mitten in der Stadt

Richtung Osten vom Stadtzentrum Hannovers erstreckt sich das Grün der Eilenriede. Ein märchenhafter Name für einen Stadtwald, der mit einem dichten Blätterlaubdach und einheimischen Waldtieren beeindrucken kann. Besucher begegnen im Schatten der Bäume Rehen, Füchsen, Mardern und Hasen.
Der Name Eilenriede weist auf die dort früher hauptsächlich vorkommenden Bäume hin: Erlen durchzogen einst den Wald, in dem es auch von Räubern wimmelte. Die zweite Silbe „Riede“ könnte von der alten Bezeichnung für einen sumpfigen Boden abstammen. Dieser wurde früher als „Ried“ bezeichnet.

1371 schenkten die Herzöge Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen die Eilenriede der Stadt Hannover. Sie drückten auf diese Weise ihren Dank für die Unterstützung in einem Erbfolgekrieg aus. Ab da nutzten die Hannoveraner den Wald schamlos aus. Im 17. Jahrhundert war er so gut wie tot. Schuld daran müssen wohl Viehmast und Holzabbau gewesen sein. Inzwischen aber hat der Wald sich weitgehend erholt und gedeiht in neuer Flora und Fauna.

Viele Anekdoten reihen sich um einen Räuber, der in der Eilenriede sein Unwesen getrieben haben soll. Gemeint ist Jasper Hanebuth, der sich im Dreißigjährigen Krieg als Söldner diente. Jasper jagte durch das Unterholz und lauerte Hannoveranern auf. Er raubte seine Opfer aus und scheute vor Mord nicht zurück. Dabei zögerte er nicht lang, sondern schoss aus der Ferne, ohne genau zu wissen, ob überhaupt Geld oder Wertsachen auf ihn warteten.1652 wurde er verhaftet. Man hatte ihn wegen Pferdediebstahls bezichtigt und angezeigt. Während des Verhörs gestand der von den Folterandrohungen eingeschüchterte Jasper 19 Morde, die er in der Eilenriede verübt haben soll. Ein Jahr später wurde er hingerichtet, in dem man ihn öffentlich räderte. In Erinnerung an sein Herumtreiben wurde eine Straße am Waldrand nach Jasper benannt. In Hannover spaziert man gern durch den Hanebuthwinkel.

Hannovers Stolpersteine

Wer sich über die niedersächsische Stadt Hannover erkundigt, erfährt schnell von den 270 Stolpersteinen, die stadtweit verteilt sind. Keine Sorge, dahinter verbergen sich keine Straßenschäden oder Hindernisse. Im Gegenteil. Es sind kleine Denkmäler, Erinnerungen an eine Zeit, die uns Deutsche stark geprägt hat. Sie mahnen die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Xovilichter

Quelle: Wikipedia / Axel Mauruszat

Seit Dezember 2007 liegen diese Stolpersteine in Hannovers Fußwegen. Sie stammen aus der Hand des Künstlers Gunter Demnig. Messingfarbene Platten verwandelte er in edle Pflastersteine, die an Wohnorte von Opfer des Nationalsozialismus hinweisen. Inzwischen sind es an die 42.500 Steine, die in Fußwegen ganz Europas schlummern und erinnern sollen.

Xovilichter in Hannover

Lichter könnten die mahnenden Steine bei Nacht beleuchten. So winzig wie Klitzersteine werden sie in die Kunststücke eingearbeitet. Sie würden hell funkeln und in der Dunkelheit auf sich aufmerksam machen. Wenn ihr so einen Stein seht, dann habt ihr die Xovilichter gefunden, auch wenn es nur ein Traum von uns ist. Ein verrückter Traum, denn die Xovilichter dienen nur als eins: als Keyword für den SEO Wettbewerb von Xovi

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