Hamburg

Deutschlands zweitgrößte Stadt wird gern als Tor zu Welt bezeichnet. Schuld allein daran ist das nostalgische Stadtwappen. Es stammt aus dem zwölften bis dreizehnten Jahrhundert und zeigt eine weiße Burg auf rotem Hintergrund.

Schlüsseldienst Hamburg Xovilichter

Locker kann der Stadtstaat mit Metropolen wie London oder New York mithalten, denn hier locken Attraktionen wie der größte deutsche Seehafen, die meisten Brücken Europas oder die glitzernde Welt von St. Pauli. Hamburg hat vor allem aber eine beeindruckende Geschichte zu erzählen, die sich in Häusern, Gassen und Plätzen leicht wiederfindet. Vom Bier als Exportschlager des Welthandels bis zum Piraten Störtebeker reiht sich Anekdote an Anekdote über ein nie langweiliges Hamburg.

FAKTEN:

Fläche: 755,26 km²
Hafen: 74 km²
Einwohner: 1.740.027 (Stand: 31.12.2012)
Singlehaushalte: 497.000
Stadtbild: 7 Bezirke, 104 Ortsteile
Brücken: 2.500
Flüsse: Alster, Bille, Elbe
Höchstes Gebäude: Heinrich-Hertz-Turm 278m

Hummel, Hummel, Mors, Mors

Der 1787 in Hamburg geborene Johann Wilhelm Bentz war ein echtes Hamburger Original. Der griesgrämige Kerl wurde immer wieder von Kindern geärgert, wenn sie ihm auf der Straße begegneten. Sie riefen ihm „Hummel Hummel“ zu, worauf Bentz mit „Mors Mors“ antwortete. Dieser aus dem Niederdeutschen stammende Ausspruch ist die Kurzform von „Klei di an’n Mors“ und bedeutet übersetzt „Kratz dich am Arsch!“.

Noch heute grüßen sich die Hamburger hier und da auf jene Weise, aber mehr um sich als Gleichgesinnte zu outen, eine übliche Begrüßung ist es nicht. Sie dient und diente seit jeher als eine Art Schlachtruf oder Erkennungszeichen, heute beim Fußball oder auf Veranstaltungen, früher im Ersten Weltkrieg für die Hamburger Soldaten.

Hamburger sind eben stolz auf sich. Kein Wunder, die Stadt bietet wie keine andere zahllose Attraktionen und Vorzüge. Die Reeperbahn, der Fischmarkt und das Wahrzeichen „Michel“ sind nur die Bekanntesten.

Im 8. Jahrhundert entstand an den Ufern der Alster (altsächsisch: ‚ham‘) eine erste Siedlung. Nicht weit von der Mündung der Alster in die Elbe errichtete man die Hammaburg, die 811 per Kaiser-Erlass die erste Kirche erhielt. Es dauerte nicht lange und der Handel begann zu blühen. Dabei gewann die Elbe an großer Bedeutung. 1189 gestattete Hammaburg der Kaiser Barbarossa, Zoll auf der Elbe zu erheben und die Siedlung wurde freie Reichsstadt. Parallel dazu entstand ein mittelalterlicher Städtebund im Norden Europas: die Hanse. Ihr wichtigster Nordseehafen wurde Hamburg. Er diente als Markt für Getreide, Tücher, Pelze, Heringe, Gewürze, Hölzer oder Metalle. Das Hamburger Bier wurde Exportschlager Nummer eins und machte die Stadt schnell berühmt.

Im 14. Jahrhundert wehrte sich Hamburg arg gegen die Piraterie. Nach langen Bemühungen gegen Seeräuber wurde 1401 der Bekannteste unter ihnen hingerichtet: Klaus Störtebeker. Man erzählt sich, dass er nicht leicht totzukriegen gewesen war.

Nach der Entdeckung Amerikas und des Seewegs nach Asien wuchs Hamburg im 16. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Einfuhrhäfen Europas heran. 1806 bis 1814 war die Stadt durch napoleonische Truppen besetzt worden. Sie brachten große Veränderungen, nicht alle wurden mit Begeisterung empfangen. 1842 brach in der Altstadt ein riesiges Feuer aus, das die Hälfte des Gebietes dort zerstörte. Drei Tage dauerten die Löscharbeiten und 20.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Doch die Stadt und ihre Bewohner ließen sich davon nicht beirren. Im 19. Jahrhundert baute Hamburg seine Lager- und Hafenkapazitäten aus, denn Schifffahrt und Welthandel nahmen weiter zu und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde aus der einstigen Siedlung eine Großstadt, in der 1912 die U-Bahn ihren Betrieb aufnahm. Der erste Elbtunnel wurde eröffnet. Hamburg blühte und wuchs bis durch die Bombardierungen 1943 alles zur Hälfte zerstört wurde. Wieder strengten sich die Hamburger an, ihrer Stadt das alte Flair zu verpassen, das, wenn man gemütlich durch die Altstadt und den Hafen flaniert, zu einem längeren Aufenthalt verlockt.

Kapitän Störtebeker, der Seeräuber

Woher Klaus Störtebeker stammt, weiß keiner so genau. Fest steht, dass er in die Legenden der Seeräuberei eingegangen ist und zu größten Piratenhelden Norddeutschlands zählt.

Klaus Störtebeker gehörte zu den Vitalienbrüdern. Die Gemeinschaft bestand aus Seefahrern, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts den Handelsverkehr in der Nord- und Ostsee störten. Dagegen versuchte der Hansebund mit allen Mitteln vorzugehen. Das gelang nicht immer, denn die Piraten waren clever und nur schwer zu fassen. Außerdem wurde die Figur des Störtebeker glorifiziert und das erschwerte seine Ergreifung.

Störtebeker selbst wurde nicht als Pirat geboren. Im Gegenteil, er stammte wohl aus einer edlen Familie. Doch die üblichen Ausschweifungen wie Alkohol und Spielsucht brachten den einstigen Edelmann in eine missliche Lage. Seinem extremen Trinkverhalten verdankt er seinen Namen: Stürz den Becher, rief man wohl zu gern ihm zu. Daraus ergibt sich Stör-te-beker!

Weil er seine Schulden nicht mehr begleichen konnte, wurde er enteignet und der Stadt verwiesen. Somit landete er bei den Vitalienbrüdern und raubte sich fortan durchs Leben.

Aber das ist nur eine Version des Geschehens.
Man erzählt sich auch, dass er eher als Knecht auf Rügen gearbeitet haben soll und man ihn wegen Diebstahls brutal betrafen wollte. Doch Störtebeker wehrte sich und flüchtete. Unterwegs stieß er auf die Vitalienbrüder. Der damalige Kapitän Gödeke Michels reichte ihm ein Hufeisen, das Störtebeker wie Butter verbog. Auch andere Gegenstände aus Eisen oder Zinn konnte er problemlos verbiegen und brechen. Zur Aufnahme als Seeräuber sollte er dann noch einen ellengroßen Humpen runterkippen. Für einen Störtebeker kein Problem und der Beginn seiner Seeräuberkarriere.

In der heutigen HafenCity in Hamburg kann man den einstigen Piratenhelden als Denkmal bestaunen. Dort soll auch dort der Ort seiner spektakulären Hinrichtung gewesen sein. Am 21. Oktober 1401 enthauptete man den Seefahrer mit 72 seiner Gefährten. Zuvor soll ihm aber der Bürgermeister versprochen haben, jene Männer zu verschonen, an denen der enthauptete Störtebeker noch vorbeigehen könne. Elf Männer schritt er ab, bevor er zu Boden ging, angeblich weil der Henker ihm ein Bein stellte. Trotz des Versprechens wurden aber alle Piraten hingerichtet.

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins..

Tagsüber spaziert man gelassen und ruhig über die bis in alle Ecken bekannte Amüsiermeile Hamburgs. Bis auf ein paar Geschäfte sind aber die meisten Türen noch verschlossen. Erst wenn es Abend wird, erwacht das Leben im Stadtteil St. Pauli, das wegen seines Rotlichtmilieus, dem Fischmarkt, Fußball, Musikklubs und vieler Festivals bekannt ist.

Der heiß geliebte Kiez mit seinen leuchtenden Verlockungen ist ein beliebter Ausflugsort. Auf St. Pauli toben Leidenschaft, Spaß, Abenteuer und gute Musik um die Wette. Vor den Läden stehen zungenfertige Einlasser, die vor allem die Herren der Schöpfung zum Erleben verführen wollen.

Im 17. Jahrhundert lag das Stadtviertel St. Pauli noch vor den Toren der Stadt Hamburg. Einst unter dem Namen Hamburger Berg gegründet, gediehen in dem Viertel schon immer Lokale und Tanzsäle. 1894 wurde das Viertel dann eingemeindet. In den vergangen Siebziger Jahre war die Reeperbahn von Eroscenter und Stripbars geprägt, in den Achtzigern marschierte schließlich die Kultur nach St. Pauli. Heute stehen hier sieben Bühnen, die Entertainment für jedermann und jede Frau bieten. Dennoch bleibt hier nichts alt. Noch immer verändert sich die Amüsiermeile, aber nicht jeder Hamburger ist davon begeistert. Steigende Mieten und Luxuswohnungen, die auch in anderen Städten für Sorgenfalten verantwortlich sind, stehen auch hier auf der Tagesordnung.

Doch Besucher bekommen von all dem nichts mit. Dafür sind die Verlockungen des Vergnügungsviertels einfach zu schön und bunt. Neben vielen Bars und Nachtklubs strömen Menschen in die bekannten Seitenstraßen Große Freiheit, dem Hans-Albers-Platz oder zu dem Polizeikommissariat Davidwache am Spielbudenplatz. Dort steht auch das Panoptikum, Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett. Seit 1879 stellt es Nachbildungen berühmter Persönlichkeiten aus Geschichte, Kultur, Politik, Showbusiness und Sport zur Schau. In einem Hinterhof der Großen Freiheit steht eine Gedenktafel. Sie erinnert an den berüchtigten Star-Club. Hier spielten Rocklegenden wie Jimi Hendrix oder Little Richard. Nicht zu vergessen ist auch, dass parallel zur Reeperbahn auf der Herbertstraße seit dem 19. Jahrhundert Frauen stehen und auf ihre Freier warten. Hier haben nur Männer über 18 Jahre Zutritt, denn hier geht es um Amüsements der besonders intimen Art.
So nah liegen Spaß und Geschäft in Hamburg.

Xovilichter in Hamburg

Alles ist möglich, wenn nicht in Hamburg. Unsere Suche nach den Xovilichtern führt uns geradewegs in diese Stadt, auf die Reeperbahn. Denn hier leuchtet, was leuchten kann. Groß und klein, schwach und stark. Auch die Xovilichter? Was verbirgt sich nur hinter dem eigenartigen Wort? Hamburger meldet euch, wenn ihr ein Xovilicht ausknipst.

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