WAHLBETEILIGUNG

Die 18. Bundestagwahl steht an. 30 Parteien stellen sich, 2705 Politiker kandidieren. Doch Deutschland steckt in einer Wahlkrise. Immer weniger Menschen haben ein Interesse daran, ihre Stimme abzugeben.

© Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde

In unserem Land leben aktuell über 80,5 Millionen Menschen (Stand: 31.12.2012 / Statistisches Bundesamt). Im Wahljahr 2009 waren 76 Prozent aller Deutschen wahlberechtigt. 22 Prozent davon sind nicht an die Wahlurne getreten. Der häufigste Grund (33 Prozent) ist der Groll auf Politiker und ihre Parteien. Sie gaben an, dass jede Menge versprochen, aber nicht gehalten wird. Warum soll man also überhaupt eine Partei und ihr Versprechen in Form eines hübsch formulierten Wahlprogramms wählen?
Das Vertrauen in die Arbeit der Politiker hängt am seidenen Faden. Auf Wahllügen hat keiner mehr Lust, nur auf Veränderung. Sind Politiker wirklich so blind und erkennen einfach nicht, dass wir die eng gestrickten Maschen und das Netz blendender Versprechen durchschauen können?
Wir erwarten doch nicht besonders viel, nur ehrliche Konzepte, die umgesetzt werden. Wir erwarten, dass sie zu ihren Entscheidungen stehen. Schließlich machen wir auch nicht unser Kreuzchen auf dem Wahlschein und nehmen es nach drei vier Monaten Unzufriedenheit einfach wieder zurück.
KÖNNEN WIR JA GAR NICHT.
Unsere Wahl ist endgültig.
Für ganze vier Jahre.
Das sollten die Versprechen von Politikern auch sein.
Dieses Spiel macht keinen Spaß, wenn eine Seite ständig bescheißt. Irgendwann will jeder mal gewinnen. Auch ein Wähler.
Wer sich noch zur Wahlurne traut, sollte das Wahlprogramm der jeweiligen Partei gut kennen. Man kann sie ganz einfach auf der entsprechenden Webseite einsehen. Die CDU bietet sogar eine multimediale Lösung an, um ihre Partei und die Ideen kennenzulernen: die Merkel-App.
„So kommen Sie der Bundeskanzlerin in diesem Wahlkampf ganz nahe..“ heißt es in dem Vorstellungsvideo des CDU-TV.

Kann eine App Politik interessant machen? Ist das ernst gemeint?
Einen besseren Eindruck über die Kanzlerin bekommt man vielleicht, wenn man sich das TV-Duell am kommenden Samstag (01.09.2013) im Fernsehen anschaut. Obwohl zu bezweifeln ist, dass auch diese Rhetorik-Schlacht unsere Wahlbeteilung verbessert. Seit Jahren geht sie stark zurück. Am wenigsten wird in Sachsen-Anhalt gewählt, ein Bundesland, in welchem die NPD übrigens mit am erfolgreichsten kandidiert. Letztes Jahr schaffte sie es erneut in den Landtag.

Es ist also ratsam, genau hinzuschauen, wenn man nicht weiß, welche Partei man wählen soll und was sie bis 2017 verspricht. Bitte nicht einfach blind ankreuzen. Blind sind schon unsere Politiker. Entschuldigung Frau Merkel, aber ihre App hat bei mir nur einen Lacher ausgelöst und die Frage, ob die Webseite der CDU vielleicht gehackt wurde.
Überraschenderweise war das nicht der Fall.

LISTE DER PARTEIEN UND DER WEG ZUM WAHLPROGRAMM 2013:

CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
CSU – Christlich-Soziale Union in Bayern
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
FDP – Freie Demokratische Partei
DIE LINKE

GRÜNE – Bündnis 90/Die Grünen
PIRATEN – Piratenpartei Deutschland
NPD – Nationaldemokratische Partei Deutschlands
FREIE WÄHLER – Freie Wähler
AfD – Alternative für Deutschland
MLPD – Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
pro Deutschland – Bürgerbewegung pro Deutschland
REP – Die Republikaner
ÖDP – Ökologisch-Demokratische Partei
BüSo – Bürgerrechtsbewegung Solidarität
DIE PARTEI – Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative
Tierschutzpartei – Partei Mensch Umwelt Tierschutz
PARTEI DER VERNUNFT – Partei der Vernunft
Bündnis 21/RRP
BIG – Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit
RENTNER – Rentner Partei Deutschland
PSG – Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale
PBC – Partei Bibeltreuer Christen
Volksabstimmung – Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung
BP – Bayernpartei
DIE VIOLETTEN – Die Violetten
FAMILIE – Familien-Partei Deutschlands
DIE FRAUEN – Feministische Partei Die Frauen
Die Rechte
Partei der Nichtwähler
DKP – Deutsche Kommunistische Partei
B – Bergpartei, die „ÜberPartei“
BGD – Bund für Gesamtdeutschland
Nein!-Idee

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